Vor 150 Jahren gab es in keinem Haus eine Steckdose. Heute gibt es jene in allen Häusern. Vor 70 Jahren gab es in der Schweiz auf 100'000 Einwohner jährlich etwa 2 Todesfälle wegen Polio. Heute gilt die Krankheit dank Impfungen als besiegt. Vor 40 Jahren gab es noch in keinem Haushalt Internet. Heute hat man sogar Internet, wenn man unterwegs ist.
Technische Innovationen verändern die Welt und die Gesellschaft. In dieser Variowoche, die Nicole Widmer und Lukas Kaufmann leiteten, wurde daher versucht, der technologischen Entwicklung und Innovation ein Gesicht zu geben.
Im Rahmen des Nachwuchsförderungsprojekts „mint & pepper” der ETH und der Universität Zürich (LINK: www.wysszurich.ch/projects/mint-pepper/) von Wyss Zürich wurde ein bahnbrechendes Tele-Roboter-System zur Schlaganfallbehandlung vorgestellt, das spannende Einblicke in die Welt der Informatik, des Elektromagnetismus und der Medizintechnik ermöglichte. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Entwicklung dabei vereinfacht miterleben und mitgestalten.
In zwei Vorträgen wurde einerseits über die Möglichkeiten und Grenzen von KI diskutiert, beispielsweise: „Warum ist KI nicht rentabel?” Wie viel besser kann KI noch werden? Andererseits wurden ethische Fragen der Medizin behandelt, beispielsweise die Frage, ob Leihmutterschaft ethisch vertretbar ist und wenn ja, unter welchen Umständen.
Einen ganz anderen Einblick erhielten wir bei der Besichtigung einer Firma, die weltweit führend in der Herstellung von Dosenfertigungssystemen ist. Wir tauchten in die Welt der hochautomatisierten Fertigungsstrassen, Mess- und Qualitätssicherungssysteme sowie in die Bedeutung der Materialkunde und des Toleranzmanagements für die massstabsgetreue Serienproduktion ein. An dieser Stelle danken wir den Betrieben für den praxisnahen und spannenden Input und die Einblicke.
Um eine Vorstellung davon zu erhalten, was es bedeutet, ein Studium zu absolvieren, das auf einen technischen Beruf hinführt, besuchten wir die ETH. Dabei ging es einerseits um die Anforderungen, die ein Studium an die Studierenden stellt, und andererseits um die Möglichkeiten, die ein erfolgreicher Abschluss eröffnet. In dieser Variowoche kamen somit Eindrücke aus der Industrie, dem Ingenieurwesen, der Medizin, der Informatik, den Naturwissenschaften und der Ethik zusammen.




