Von Agronomie bis Zahnmedizin, von Astrophysik über Japanologie bis zur Theaterwissenschaft: Die Bandbreite der vorgestellten Studienrichtungen liess kaum Wünsche offen. An rund 60 Ständen erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblick in die unterschiedlichsten Fächer – von den klassischen Wegen wie Jura, Medizin oder Informatik bis zu weniger bekannten Richtungen wie Geschlechterforschung, Chiropraktische Medizin oder Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung. Ergänzt wurde das Angebot durch Informationen zu Themen, die für ein Studium ebenfalls wichtig sein können – etwa Militär, das Erasmus-Programm oder Nachteilsausgleiche an den Universitäten.
Was die Studienmesse an der Kantonsschule Wettingen von den offiziellen Informationstagen der Hochschulen unterscheidet, ist ihre Nähe: Hier präsentieren in erster Linie ehemalige Schülerinnen und Schüler der KSWE ihr Studium. Sie geben offen und ehrlich Auskunft darüber, wie der Studienalltag wirklich aussieht, und beantworten fast jede Frage aus eigener Erfahrung. Ergänzt wurde dieses Angebot durch Stände der verschiedenen Hochschulen der FHNW. So entstand ein Austausch, der weit über das hinausging, was Broschüren und Webseiten leisten können.
Dass dieses Format geschätzt wird, zeigte der grosse Andrang: Zeitweise war zwischen den Ständen kaum ein Durchkommen möglich. Während die Viertklässlerinnen und Viertklässler bereits konkrete Fragen zu einzelnen Studiengängen mitbrachten, ging es den zweiten und dritten Klassen vor allem darum, sich einen Überblick zu verschaffen: Welche Studienrichtungen gibt es überhaupt? Auf diese Weise wurde manch ein bislang unbekanntes Fach entdeckt – und vielleicht die eine oder andere Weiche für die Zukunft gestellt.
Genau darin liegt der Wert der Studienmesse: Sie macht die oft abstrakte Frage nach dem «Was kommt nach der Kanti?» greifbar. Der direkte Austausch mit Menschen, die den Schritt ins Studium bereits gewagt haben, nimmt Unsicherheiten und weckt Neugier. So bleibt die Studienmesse ein wertvoller Fixpunkt im Schuljahr – und für viele ein erster Schritt zur eigenen Studienwahl.
Text: Tobias Wiederkehr




