«Zeitreise vom Klosterbau bis zum Westflügel» – unter diesem Motto stand das diesjährige Sommernachtsfest, kurz Sonafe. Dass es heuer nicht wie üblich unter der Woche, sondern an einem Samstag stattfand, hatte einen schönen Grund: Am gleichen Tag wurde der neue Westflügel feierlich eröffnet. So liessen sich gleich zwei Höhepunkte zu einem grossen Fest vereinen – und der Bogen von der jahrhundertealten Klostergeschichte bis zur jüngsten baulichen Erweiterung war gespannt.
Schauplatz war wie immer der Klosterpark. Von 19.00 bis 02.00 Uhr verwandelten rund 40 Stände der zweiten, dritten und vierten Klassen die Anlage in ein grosses Festgelände, das 3'000 Besucherinnen und Besucher anzog. Die Abschlussklassen sorgten für die Getränke, während die dritten Klassen des Gymnasiums und die zweiten Klassen der FMS für das kulinarische Wohl verantwortlich waren – von Pommes über Schokofrüchte und Pasta bis hin zu Lahmacun und Pogca. Die zweiten Klassen des Gymnasiums steuerten kulturelle Beiträge bei, darunter ein Rosenstand, ein Boxstand, ein Hochzeits- und ein Fotostand sowie spontane Kurzportraits.
Neben den Ständen erwartete die Gäste ein vielfältiges Programm: Live-Bands aus den eigenen Reihen, eine atemberaubende Vertikaltuch-Show, eine Videoinstallation, welche die altehrwürdige Klostermauer kunstvoll in Szene setzte, und eine Disco, die bis in die frühen Morgenstunden zum Feiern einlud.
Wie in den Vorjahren war das Sonafe restlos ausverkauft, und es herrschte eine durchwegs friedliche, fröhliche Stimmung – auch das Wetter spielte mit. Einmal mehr zeigte sich, was die Schulgemeinschaft gemeinsam auf die Beine zu stellen vermag, wenn sie den klassischen Unterricht hinter sich lässt. Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen feierten Seite an Seite ein Fest, das verbindet.
Wie sehr das Sonafe nachwirkt, zeigte sich an der Abschlussfeier: Dort bezeichneten es Schülerinnen in einer Rede gar als Höhepunkt ihrer ganzen Kantizeit – ein schöneres Kompliment kann es für ein solches Fest kaum geben.
Text: Tobias Wiederkehr
