AETNA – Akzentfach Experimentelle Technik und NAturwissenschaft – ist die MINT-Vertiefungsrichtung der Kantonsschule Wettingen. Wer sich vier Semester lang für Naturwissenschaft und Technik begeistert, taucht dabei tief in Themen wie Biomechanik, Biotechnologie und Energie ein, bevor das Abschlusssemester ganz im Zeichen der Robotik steht.
Den krönenden Abschluss bildet jedes Jahr der AETNA-Roboter-Event. Was als kleines Abschlussprojekt begann, ist längst zu einem festen Highlight im Schulkalender geworden: Die Teams präsentieren ihre selbst gebauten Roboter an Ständen in der Westschöpfe, erklären die Technik dahinter und erzählen — manchmal mit einem Schmunzeln — von den Umwegen, die zum fertigen Produkt geführt haben.
Hinter jedem Roboter steckt ein vollständiger Entwicklungsprozess: Idee finden, Machbarkeit prüfen, bauen, programmieren und das Ergebnis den Lehrpersonen erklären. Gerade die Kombination aus handwerklicher Konstruktion und logischem Denken macht dieses Projekt so besonders anspruchsvoll — und so besonders lehrreich.
Die diesjährigen Maschinen liessen keinen Zweifel daran, dass die Schüler*innen diese Aufgabe mit Fantasie und Ehrgeiz angegangen sind. Aufgefallen ist ein Schuhputzroboter, der Schuhe vollautomatisch reinigt - praktisch, durchdacht und mit einem Augenzwinkern gebaut. Für mehr Sicherheit sorgt ein Wachroboter, der selbständig patrouilliert und Eindringlinge verfolgt- in dieser Grösse wirkt er allerdings noch harmlos. Etwas ruhiger geht es beim Pflanzroboter zu: Er sät Samen aus und wäre wohl eine echte Bereicherung für jeden Schulgarten. Und wer nach dem langen Schultag erschöpft nach Hause kommt, dürfte sich über den Butler freuen — einen Roboter, der kleine Gegenstände aufnimmt und bringt. Den vielleicht elegantesten Auftritt aber hatte der Schachroboter, der echte Figuren auf dem Brett mit versteckten Magneten selbständig bewegt.
Gebaut werden all diese Konstruktionen mit LEGO Mindstorms EV3: Technics-Teile, ergänzt durch einen Steuerungsblock mit Anschlüssen für Motoren und Sensoren. Programmiert werden sie entweder grafisch mit Scratch oder textbasiert mit Python. Der grosse Vorteil des Lego-Systems ist seine Flexibilität — Aufbauten lassen sich rasch verändern, was beim Testen und Ausprobieren unschätzbar wertvoll ist.
Wer mehr über das Akzentfach erfahren möchte, findet alles auf www.a-etna.ch.


