Bereits vor Konzertbeginn herrschte auf dem Schulgelände geschäftiges Treiben. Instrumente wurden ausgepackt, Notenständer aufgestellt und letzte schwierige Passagen geübt. Aus verschiedenen Gebäuden drangen vereinzelte Klänge frisch gestimmter Instrumente, während sich die ersten Besucherinnen und Besucher auf den Weg zu den unterschiedlichen Aufführungsorten machten. Eine gespannte Vorfreude lag in der Luft.
Pünktlich um 18.15 Uhr begann die musikalische Reise. Für einen kurzen Moment wurde es still, bevor sich die Räume mit Klängen unterschiedlichster Stilrichtungen füllten. Das Thema «Licht» zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. Funkelnde Nordlichter, goldener Mondschein, leuchtende Klangfarben und feurige Rhythmen wurden nicht nur musikalisch, sondern auch visuell erlebbar gemacht. Die Schülerinnen und Schüler des Bildnerischen Gestaltens ergänzten die Konzerte mit eindrucksvollen Projektionen, Installationen und Lichtinszenierungen, die Musik und Kunst zu einem gemeinsamen Erlebnis verschmelzen liessen.
Die Besucherinnen und Besucher konnten zwischen zahlreichen Aufführungen wählen. In der Cafeteria sorgten südliche Tänze und mitreissende Latin-Rhythmen für eine lebhafte Atmosphäre, während andernorts Kammermusik, Klavierklänge, ein Gitarren-Ensemble oder die Big Band mit ihren vielfältigen Klangfarben begeisterten, weshalb es nach jeder Aufführung herzlichen Applaus für die Arbeit und das Engagement der Mitwirkenden gab. Ausserdem verlieh die besondere Akustik der historischen Klosterräume den Darbietungen eine zusätzliche Tiefe und machte jedes Konzert zu einem einzigartigenErlebnis.
Bis spät in die Nacht hinein erfüllten Musik, Licht und Kreativität das Gelände der Kanti. Erst kurz vor Mitternacht verklangen die letzten Töne. Mit dem Schlussapplaus endete eine Musiknacht, die eindrucksvoll zeigte, wie vielfältig das kulturelle Leben an unserer Schule ist und wie viel Leidenschaft, Talent und Teamarbeit hinter einer solchen Veranstaltung stehen.
Die Musiknacht 2026 hat einmal mehr bewiesen: Musik kann Räume verwandeln, Menschen verbinden und selbst die kürzeste Sommernacht zum Leuchten bringen.
Sarina Stoffel und Giorgia Corradi


