Fokus

ISW G2 ROLLENBAHNEN

Text: Fachschaft Physik / ISW

Auf der Spur nach der perfekten Kugelbahn

Den Auftakt der Woche machte unser Besuch in der Werkstatt des Kugelbauers Alain Schartner (dem einzigen professionellen Kugelbahnbauer der Schweiz). Dort hatten wir die Gelegenheit, die unterschiedlichsten Kugelbahnen hautnah zu erleben und selbst auszuprobieren. Wir erhielten zudem einen ersten Eindruck in den Prozess des Kugelbahnbauens und wurden über die Tücken und Herausforderungen des Kugelbahnbauens aufgeklärt. Am Nachmittag begannen wir sogleich mit der Planung unseres eigenen Projekts. In Gruppen von bis zu drei Personen entwarfen wir unsere Vorstellungen einer perfekten Kugelbahn, fertigten Skizzen an und sammelten Ideen für Materialien und Mechanismen.

Am Dienstag ging es dann richtig los. Nachdem wir das benötigte Material im Baumarkt besorgt hatten, starteten wir voller Motivation mit dem Bau unserer Kugelbahnen. Überall wurde gesägt, geklebt, gemalt und getestet. Neben dem Bauen erhielten wir am Vormittag zudem eine Einführung in die theoretische Physik der Rollenbahnen. Wir lernten, wie sich Hangabtriebskraft, Reibung und Energieerhaltung auf das Rollverhalten einer Kugel auswirken und wie man Kurven und Loopings berechnen kann.

Am Mittwoch stand ein Ausflug ins Alpamare an, wo wir die verschiedenen Rutschen auf Geschwindigkeit, Kurvenlage und Reibungsverhalten untersuchten. Der Nachmittag stand den Schülerinnen und Schülern zur freien Verfügung.

Der Donnerstag war der intensivste Tag der Woche. Den ganzen Tag über arbeiteten wir weiter an unseren Kugelbahnen. Es wurde geschliffen, ausprobiert und optimiert. Man merkte, wie viel Herzblut in jedem Projekt steckte. Viele Gruppen verbrachten Stunden damit, kleine Fehler zu beheben, Kurven anzupassen oder die Kugelbahnen noch ästhetischer zu gestalten. Die Resultate konnten sich am Ende des Tages definitiv sehen lassen.

Am Freitagmorgen trafen wir uns zum grossen Finale: der Abschlussausstellung. Alle Kugelbahnen wurden präsentiert und gegenseitig getestet. Zum Schluss räumten wir gemeinsam auf, beendeten die Woche mit einem kurzen Feedback und wurden ins wohlverdiente Wochenende entlassen.

Kurz gefragt, kurz geantwortet

Die Impressionen zur diesjährigen ISW in der Klasse fielen unterschiedlich aus, aber grundsätzlich positiv. Um ein allgemeines Stimmungsbild der Klasse zu erhalten, haben wir direkt die Meinung unsere Mitschülerinnen und Mitschüler in Form eines kleinen Interviews eingeholt. Gefragt haben wir nach den Höhe- und Tiefpunkten der Woche, ob sich die Person das Thema erneut zu wählen vorstellen könnte, nach Verbesserungsvorschlägen, der Exkursion in einem Adjektiv und einer allgemeinen Bewertung der Woche von 1-10.

Maria Colla hat auf unsere Fragen das Folgende geantwortet:«In das Bauen der Kugelbahnen waren viele Pausen integriert, was den ganzen Zeitplan ziemlich entspannt gemacht hat. Blöd war nur, dass ich krank geworden bin und das zwischen dem sportlichen Zeitvertreib und dem Bauen kein grosser Zusammenhang bestand. Grundsätzlich würde ich das Thema aber nochmal nehmen. Im Endeffekt hat es doch viel Spass gemacht. Verbesserungsvorschläge habe ich nicht und bei der Exkursion war ich leider abwesend. Ich gebe der ISW eine 8/10.»

Benjamin Bögli meinte auf die Fragen Folgendes:«Am besten gefallen hat mir der Besuch bei dem Kugelbahnbauer in Wettingen. Dort durften wir all seine gebauten Kugelbahnen testen. Tiefpunkt hatte es meiner Meinung nach keine, alles war sehr tuff. Ich würde das Thema auch direkt nochmal wählen, zu einhundert Prozent. Nächstes Mal würde ich aber grössere Gruppen bilden, damit grössere Projekte umgesetzt werden können. Das Alpamare fand ich überragend und ich würde der ISW eine 6.7/10 geben.»

Adam Koprek hat sich folgendermassen geäussert:«Für mich war das Beste an der Woche meine Kreativität im Bauen ausleben zu können, auch wenn es im Endeffekt sehr viel komplizierter war als erwartet, weswegen ich die Woche auch nicht wiederholen wollen würde. Die Woche wäre besser gewesen, wenn ich nicht krank geworden wäre. Das Alpamare würde ich in einem Wort als lebendig beschreiben. Die Woche bekommt eine 6/10.»

Ervin Kantor und Max Heinrich, G2

Weitere Artikel

Buntes Chaos trifft auf die grosse Bühne – diesen Weg haben die diesjährigen Abschlussklassen geschafft!

zum Artikel