Wir haben Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse FMS/Bildnerischen Gestalten darum gebeten, in wenigen Minuten, ohne gross zu überlegen, eine Rolle zu zeichnen. Ohne weitere Erklärungen oder Präzisierungen. Und waren gespannt auf die Resultate. Würden sie auf ähnliche Bilder und Rollen zurückgreifen? Gäbe es auch Schülerinnen und Schüler, die sich an abstraktere Rollenbegriffe wagen würden?
Es mag der Vormittagsstunde geschuldet sein, dass nicht wenige der Rollen im Bereich Nahrungsmittel angesiedelt waren, obenauf schwang die «Cinnamon Roll».
Daneben gab es zahlreiche überraschende Umsetzungen, ein Wort, viele Vorstellungen. Vielleicht wäre die Auswahl ähnlich vielfältig auch bei anderen Begriffen? Manchmal meinen wir, dass wir alle vom selben reden, aber bei genauerer Betrachtung zeigen sich unterschiedliche Ideen, Variationen und Vorstelllungen. Auch das ist eine Kernaufgabe und Chance einer Schule, die Vielfalt sichtbar zu machen, verschiedene Standpunkte zu erleben und Sichtweisen und Rollen einzunehmen.
Aber sehen Sie am besten gleich selbst eine Auswahl der unterschiedlichen Rollen.
Interview mit Dunia (G3) zum Rollenspiel
1. Was bedeutet das Rollenspiel für Sie?
Für mich ist es ein Weg vorübergehend in ein anderes Leben und eine andere Welt einzutauchen. Man ist für ein paar Stunden jemand ganz anderes und kann etwas portraitieren, dass man sonst vielleicht nie so machen würde. Ausserdem macht mir das Schauspiel einfach sehr viel spass und ich finde es immer toll eine Geschichte einem Publikum zu präsentieren.
2. Der Weg ins Rampenlicht: Wie erwecken Sie Ihre Rolle zum Leben?
Ich finde es ist von Rolle zu Rolle ganz anders. Je nach dem wie Nahe die Rolle an meinem wirklichen Charakter ist braucht es mehr oder etwas weniger Zeit. Im allgemeinen versuche ich eine Stunde vor dem Auftritt jegliche Geräte, die mich in Alltag ziehen, wegzulegen und versuche mich in das Mindset der Rolle zu begeben.
Interview mit Jael Sekinger zum Rollenspiel
1. Was bedeutet das Rollenspiel für Sie?
Beim Rollenspiel kann ich eine neue Person erschaffen. Ich kann dabei helfen eine Geschichte zu erzählen anhand von Gesten, Betonungen und Gesichtsausdrücken. Ich darf mich in eine neue Perspektive versetzen, vom Alltag loslassen und nur noch die Probleme haben, mit welchen mein Charakter gerade kämpft.
2. Der Weg ins Rampenlicht: Wie erwecken Sie Ihre Rolle zum Leben?
Meist fällt es mir schwer mich wirklich vorzubereiten. Natürlich machen wir alle ein gemeinsames Einwärmen mit Sprech- und Bewegungsübungen, aber eine eigene Routine habe ich nicht. Erst kurz bevor ich die Bühne betrete bin ich in meiner Rolle. Für mich persönlich ist dies einfacher, somit kann ich mein eigenes Leben draussen lassen und mich vollkommen auf meine Figur konzentrieren.

